Hoffnung

Wenn ich mit ALLEM, was in mein Leben tritt, in Akzeptanz gehe und WEISS, dass alles gut so ist wie es ist, dann brauche ich keine Hoffnung. Hoffnung bedeutet immer, nicht mit dem einverstanden zu sein, was jetzt ist. Ich lebe in einer (besseren) Zukunft – habe Hoffnung, dass es besser wird. Damit drücke ich automatisch aus, dass das JETZT schlechter ist. Damit urteile ich. Solange ich urteile, halte ich fest. Und solange ich festhalte, bleibt es wie es ist.
Ähnlich ist es mit dem Glauben.
Wenn Du weißt, dass wirklich alles gut so ist wie es ist (auch wenn man es nicht versteht), dann bist Du jenseits der Hoffnung, des Glaubens und des Vertrauens. Du bist im Hier und Jetzt, im All-eins und vor allem im WISSEN. Du weißt, dass alles genau so war, ist und sein wird, wie Du es erschaffen hast.

Rockefeller-Zitat

Früher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt alle.

Außerdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben nebenbei die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind durch Medien und Schule unter unserer Kontrolle.

Indem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir Egoisten geschaffen, die nur noch hart arbeiten und konsumieren.

Dadurch sind Sie unsere Sklaven und finden das alles auch noch gut.“

Nicholas Rockefeller

Bienensterben

Blüte eines Mirabellenbaums
Blüte eines Mirabellenbaums

Erst sterben die Bienen, dann der Mensch – wusste schon Albert Einstein.

Albert Einstein – ein äußerst intelligenter Mensch mit einem überragenden IQ, Physiker mit tiefem Einblick in Natur-Wissenschaft.

Aber auch ohne Nobelpreis könnte man darauf kommen: Bienen & Co bestäuben Blüten. Ohne Bestäubung keine Frucht – keine Nahrung. In China ist es bereits soweit. Unmengen von Menschen müssen die Arbeit der Bienen tun – sie bestäuben mechanisch mittels kleinen Pinseln Obstbäume.

Warum die Bienen sterben, darüber gibt es viele Theorien – und Diskussionen. Eine davon besagt, dass es an bestimmten Pestiziden liegt. Diese Pestizide sollen verboten werden. Aber unsere Politiker – eigentlich Volksvertreter – vertreten lieber die Gift-Industrie (Bayer), deren Lobbyisten ihnen Müll in das Gehirn blasen, das wohl ohnehin voll von Giftmüll ist – also das Gehirn der Politiker meine ich jetzt.

Jedenfalls halte ich das Thema für sehr wichtig, darum poste ich hier an dieser Stelle einen Link zu einer Petition und wünsche mir, dass viele Menschen diese unterzeichnen. http://www.avaaz.org/de/petition/Deutschland_Rettet_die_Bienen_a/?tQUlrbb

Was Sie sonst noch tun können? Pflanzen Sie Blumen – keine dichtgefüllten Blumen oder mit welchen Mitteln auch immer gezüchteten Hybriden, mit denen kein Insekt oder keine Biene mehr etwas anfangen kann. Pflanzen, die nicht duften, die schon unnatürlich aussehen, sind das zumeist auch.

Verwenden Sie kein Gift in Ihrem Garten. Eigentlich ist das auch eine Frage der Intelligenz. Denn das Gift landet schlussendlich immer am Ende der Nahrungskette – bei Ihnen selbst.

Konsumieren Sie generell bewusst. Kaufen Sie sowenig wie möglich konventionelle Lebensmittel und andere Produkte. SIE bestimmen nicht nur was Sie essen und konsumieren, sondern damit automatisch auch, was verkauft wird und damit, was angepflanzt wird und wie es angepflanzt wird.

SIE haben die Macht.

Der Sinn des Lebens

Es gab Menschen, die sagten zu mir: „Es ist besser kleine Brötchen zu backen als zu träumen.“

Richard Bach sagt in seinem Buch „Die Möwe Jonathan“: „Der Sinn des Lebens besteht im Streben nach Vollkommenheit.“

Ich stelle fest, dass die Verhältnisse in Deutschland für Kinder nicht vollkommen sind.

Meine Gedanken hierzu lauten:
Nur wer träumt, kann auch Träume verwirklichen.
Nur wer Träume verwirklicht, kann auch etwas verändern.
Nur wer etwas verändert, kann Vollkommenheit erreichen.

Wenn der Sinn des Lebens im Streben nach Vollkommenheit besteht…
Wenn ein Großteil aller Menschen nach dem Sinn des Lebens sucht…
Dann müssen wir etwas verändern…
Und um etwas zu verändern, müssen wir zunächst wieder träumen.
Um wieder träumen zu lernen, müssen wir aufhören kleine Brötchen zu backen.

Ich will in meinem Leben Vollkommenheit.
Ich bin bereit, alles dafür zu tun, um Vollkommenheit auch in meinem Lebensraum zu erreichen. Mein Lebensraum ist Europa.
Ich bin bereit, alles dafür zu tun, um die äußeren Umstände für die notwendigen Veränderungen zu schaffen.

Ich habe viele Träume, Visionen und feste Ziele.
Ich bin bereit, alles dafür zu tun, um diese zu verwirklichen – zu meinem und zum Wohle aller Menschen in meinem Lebensraum.

Geteilte Kinderwelt

Du lebst in zwei Welten – in der Deiner Mutter und in der Deines Vaters. Alle zwei Wochen wechselst Du für einige wenige Tage den Planeten. Manchmal auch mehr Tage – in den Ferien, die Du zur Hälfte bei uns (Deinem Vater und mir) verbringst. Wenn Du kommst, freust Du Dich. Es gelingt Dir sehr gut, sofort umzuschalten. Du hast uns vermisst, das ist deutlich zu spüren – Du sagst es auch oft. Du verteilst im Überfluss Deine Liebe, Küsse, Umarmungen und „ich hab Dich lieb“ – an Deinen Vater und an mich. Du bist ziemlich ausgeglichen und fröhlich. Ich glaube, das ist einfach, denn bei uns hast Du keinen Druck, kein Muss, wenige Grenzen. Du bist nur kurz hier – wir versuchen, die Zeit mit Dir so gut als möglich zu genießen. Eingriff in die Erziehung ist in dieser kurzen Zeit nicht möglich. Also akzeptieren wir Dich, wie Du bist. Vielleicht ein positiver, liebevoller „Zwang“ für uns, Dich so zu nehmen, wie Du sein willst – als 10jähriger. Für mich ist es schwerer als für Dich und Deinen Vater. Ihr genießt die Zeit, so wie sie ist. Pläne mache ich – für die gemeinsame Zeit. Blöd irgendwie. Denn dadurch entsteht manchmal Frust. Es ist wie im Urlaub bei so vielen Familien, die versuchen, in dieser kurzen Zeit die Dinge nachzuholen, die während eines ganzen Jahres zu kurz gekommen sind. Ich bin 45. Als 45jährige kann ich von Dir, einem 10jährigen, sehr viel lernen. Ich kann von Dir lernen, das JETZT anzunehmen, wie es ist; das JETZT zu genießen; ich MUSS von Dir lernen, Dich genau so anzunehmen, wie Du bist – denn DU nimmst mich genau so, wie ich bin.

Ich denke darüber nach, wie Du erzogen wirst, über Deine Werte, die Du vermittelt bekommst – und die nicht meiner Philosophie entsprechen. Ich denke darüber nach, dass ich es nicht gut finde, dass Du so viel vor dem Fernseher hängst.

Du denkst nicht darüber nach, wie ich erzogen worden bin. Du denkst auch nicht darüber nach, ob Du es gut findest, dass ich Fernsehen nicht leiden kann.

Du akzeptierst mich genau so, wie ich bin.

Und Du bist mein Lehrer in diesem Unterrichtsfach des Lebens. Jedes Mal, wenn Du da bist, habe ich aufs Neue die Chance, genau dies von Dir zu lernen. Ich danke Dir dafür.

An dem Tag, an dem Du heimgebracht wirst, bist Du nicht mehr gut drauf. Du hast Frust, das spürt man, und Du hast schlechte Laune – auch das lässt Du uns spüren. Auf der Heimfahrt bist Du sehr still – das ist ungewöhnlich, weil Du sonst ein kleiner Zappelphilipp bist, der keine 5 Minuten sein süßes Mundwerk halten kann. Dann habe ich Mitleid mit Dir. Es muss schwer sein, als 10jähriger zwischen zwei grundverschiedenen Welten zu pendeln. Nicht nur im Außen zu pendeln – auch Dein Denken und Dein Fühlen pendeln hin und her. Hierbei kann Dir keiner helfen. Du musst damit leben. Und Du lebst seit 6 Jahren damit. Manchmal gelingt es Dir gut – manchmal schlecht. Du hast für Dich einen Weg gefunden, mit dieser Trennung, mit dem Pendeln zu leben. Mehr als die Hälfte Deines Lebens bist Du mit Körper, Geist und Seele gependelt – und bist fröhlich und glücklich dabei geblieben. Für einen 10jährigen ist das beachtlich. Ich bewundere Dich dafür.

Morgen kommst Du wieder – für ein verlängertes Wochenende. Ich werfe meine halbgedachten Pläne über Bord und treffe die Entscheidung, die Zeit, die Du mit uns verbringst, so zu nehmen, wie sie ist – Dich so zu nehmen, wie Du bist. Pläne sind nicht notwendig – solange wir Spaß und Freude am Dasein haben. Mehr können wir Dir nicht mitgeben. Aber ich denke, das ist eine ganze Menge – an einem Wochenende.

Liebe – Hommage an eine Katze

Ich sitze hier am Schreibtisch, schaue durch das große Fenster in das Grün unseres wilden Gartens. Ein Stück bloße Erde dazwischen. Ein kleines Grab.

Wie oft bist Du auf diese Fensterbank vor diesem Fenster, durch das ich jetzt auf Deine letzte Ruhestätte blicke gesprungen, hast mich gesehen, hast leise miaut und Dich aus Vorfreude, dass ich gleich die Tür aufmache am blitzenden Glas gerieben. Unzählige Male. Ein kleines Ritual. Oft, wenn es plötzlich zu regnen angefangen hat – Du warst eine „Schönwetterkatze“. Oft, wenn die Sonne geschienen hat. Ich hab aufgemacht – und Du hast Dich auf den Boden geworfen, gerollt, Dich ganz lang gemacht. „Hähnchen“ haben wir Dich dann liebevoll genannt.  Du wolltest dann nur Aufmerksamkeit, hast Dir einige Streicheleinheiten abgeholt – und bist wieder streunen gegangen. Mäuse, Eidechsen und sonstiges Getier fangen.

Du warst so bildschön – nicht im klassischen Sinne – bei einer Ausstellung hättest Du sicher keinen Pokal bekommen – Du warst nicht „perfekt“.

Dein Schwanz hatte oben einen kleinen Knick. Du warst sehr klein – Dein Köpfchen war noch kleiner. Deine Ohren waren viel zu groß für Dein kleines Gesichtchen. Gremlin habe ich Dich manchmal genannt. Oder auch Ninja-Turtle, weil Du so ein kleiner Kämpfer warst und Dein Hals manchmal nicht zu sehen war.

Trotzdem – Du warst bildschön – Du warst einzigartig. Weiß mit getigerten Flecken. Oben am Köpfchen warst Du getigert in Deinem weißen Gesicht. An der Nase hattest Du links und rechts ein Flügelchen. Das hat gepasst – ein kleines Engelchen warst Du. Wie sehr, das haben wir jetzt erst erkannt. Du hast unsere Herzen ganz leise erobert und Dir auf ewig einen Platz darin reserviert.

Als ich mit Dir beim Tierarzt saß – in Deinen letzten Minuten – hast Du mich ein letztes Mal angesehen. Deine ganze Seele lag in Deinen Augen – Weisheit. Du hast mir in Gedanken übermittelt „bitte lass mich gehen. Bitte lass mich los.“ Ich habe ja gesagt – und Du wurdest erlöst. Bevor die Ärztin kam, hast Du Dich umgedreht. Du wolltest nicht, dass ich Dein Gesicht sehe, wenn Du gehst. Danke dafür.

Deine letzte Nachricht – wir werden sie niemals vergessen:

Ich liebe Dich – bedingungslos – ewig. Wir werden uns wiedersehen.

Versteht Ihr jetzt endlich? Warum das alles, versteht Ihr jetzt endlich?

Seid bedingungslos, lebt bedingungslos, liebt bedingungslos. Seid Ihr selbst.

Feiert das Leben – jeden Tag.

Alles ist gut so wie es ist.

Genauso war Dein Leben. Du hast mir ein Geschenk gemacht. Alles von mir genommen, was an Schmerz, an Trauer, an Wut, an Hass, an negativen Gefühlen da war. Zurück geblieben ist nur Liebe – bedingungslose Liebe. Freude über die Schönheit, Freude am Genuss, Freude am SEIN. EINFACH NUR SEIN.

Erleben – das Leben erleben. Jede Minute des Lebens mit LEBEN füllen. Fülle des Lebens.

Ja.

Zwockel, Schlumpfine, Gremlin, Maus, Mausebär, Purzel, Pürzelchen – wir danken Dir. Wir durften Dich 4 Jahre lang begleiten – Dein ganzes Leben. Du hast uns im Leben so unendlich viel gegeben. Im Tod hast Du uns Deine Seele, Deine Weisheit, Deine Liebe gezeigt. Du bist ein Meister und Du bist im Licht. Flieg kleine Seele, flieg. Flieg, mein kleines Räuberlein. Wir freuen uns auf unser Wiedersehen.

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Glühwürmchen

Ein schöner, warmer Tag neigte sich dem Ende zu. Draußen war es schon dunkel und ich räumte die Spülmaschine ein. „Oh Gott, Müll rausbringen, wird morgen geleert.“ Ich hasse das eigentlich so ziemlich, lässt sich aber leider nicht vermeiden. Also – Tüte schnappen und runter. Den großen Mülleimer Richtung Straße gezerrt. Etwas muffig zurück geschlappt.

Plötzlich – da – was ist das? Ein hell leuchtender Punkt fliegt vor mir her.

Atemlos bleibe ich stehen. „Glühwürmchen – das ist ein Glühwürmchen! Und da – noch eins.“

Noch nie zuvor hatte ich Glühwürmchen gesehen – mit 45!

Das Gefühl lässt sich schwer beschreiben. Glücksgefühle pur.

Glühwürmchen – leuchtende, kleine Engelchen, die leicht und sanft durch die Luft schweben. Wie Feuerfunken von einem Lagerfeuer. Leuchtzeichen – fliegende Punkte, leuchtend wie Sterne in der Nacht.

Und da – der knipst das Licht aus und wieder an. Wunder – ich empfand dies als Wunder. Ein perfekter, kleiner, natürlicher Organismus. Ich achte seitdem darauf.

Und seitdem sehe ich sie öfter – meine kleinen Leuchtengelchen.

Das Leben ist schön.

Natur vs. Technik/Chemie

Ich sitze hier vor einem blühenden Fliederbaum in der Sonne. Ich schließe die Augen und atme ein und aus. Ganz bewusst, auf den Atem konzentriert. Geräusche fließen um mich herum. Das Summen von Bienen und Hummeln, die den blühenden, duftenden Flieder umschwärmen. Beruhigend, ein wenig hypnotisch, friedlich, ein sanftes, harmonisches Geräusch. Ein Rabe fliegt über mich – krächzend. Vielleicht ein wenig störend, weil laut im Vergleich zu dem friedlichen Summen. Das Krächzen holt mich aus meiner Versunkenheit.

Und ich nehme andere Geräusche wahr. Nicht sehr laut – aber völlig misstönend. Autos. Nicht sehr nah – es ist sehr ruhig da, wo wir leben.

Ein Flugzeug – auch nicht sehr laut. Misston.

Geräusche, die nicht in diese Welt gehören.

Technik. Misston. Hektik verbreitend. Menschen versklavend. Die Erde zerstörend. Die Natur verschandelnd.

Technik – und das Zubehör. Eine leere Ölflasche – Autoöl – mitten im Wald.

Mein Mann bringt die Ölflasche mit nach Hause und entsorgt sie im Müll. Nicht völlig sachgerecht – gehört in den Sondermüll eigentlich. Wir lernen noch.

In einem Wald, der noch wie ein richtiger Wald aussieht. Wild, ungezähmt, Natur pur, gesunde Erde. Bis zu den Knöcheln versinkt man im Laub des Vorjahres. Tod und Wiedergeburt. Totes Laub als Nahrung für Mutter Erde. Immerwährender Kreislauf. Kreis des Lebens, kein Anfang, kein Ende.

Vögel zwitschern. Tausend verschiedene. Eine Amsel holt einen ellenlangen Wurm aus dem Boden. Die Bienen summen.

Wieder ein Flugzeug – das Zwitschern überdeckend. Misston eines Autos. Mehr Platz für Technik als für Natur. Mechanische Geräusche überlagern immer die natürlichen Symphonien.

Der Flieder duftet.

Gott sei Dank nimmt man hier die natürlichen Düfte noch wahr. In den Städten – auch in den Dörfern – riecht es nicht mehr nach Natur. Der Industriegestank überlagert alles. Gefilterte Abgase. Sauber – sagen DIE. Warum stinkt es dann so penetrant?

Der Stuhl auf dem ich hier sitze. Plastik: Kalt, glatt, unnatürlich.

Holz dagegen: Warm, duftend, rau und sanft, lebend, natürlich.

Neben der Ölflasche im Wald lagen noch Autositze. Entsorgt. Zu groß zum Mitnehmen. Überall an den Straßenrändern – mitten im Grün – Müll. Menschen! Aus den Technikmonstern, die blind am Grün vorbeirasen, geworfen. Nicht nachgedacht. Wie so oft.

Im Wald, der noch gesund ist, quer Feld ein gelaufen. Waldmeister – wie auf einem Feld. Maiglöckchen – wilde. Blühend weiß wie Elfenröckchen, duftend wie von Engeln weichgespült. Mitten im Wald ein Ort. Grünes Gras in einem Grün, das leuchtet. Keine künstliche Farbe ist so. Steine und Felsen wie von Riesen zu einem Muster gelegt. Ruhe, Frieden. Eine Eidechse hat mich hierher geführt. Ich bin ihr gefolgt. Laut raschelnd durch das dicke Laub stampfend. Ich – nicht die Eidechse. Das innere Gefühl an diesem Ort sagt es mir. Ein heiliger Ort. Warum und wie? Keine Ahnung. Wissen, das von Beweisen kommt, ist nicht notwendig. Meine Intuition weiß es besser – und Mutter Erde. Die sowieso.

Lautes Summen – eine riesengroße Hummel. Ich hab nachgesehen – im Naturführer. Es ist eine Baumhummel. Erst hier zum ersten mal gesehen. Sie wohnt in einem morschen Baumstumpf. Sie und noch andere ihrer Art.

Früher hatte ich Angst vor Bienen und allen Verwandten der gelb-schwarz Gestreiften. Keine hatte die Chance, näher als einen Meter an mich heranzukommen. Wilde Flucht – Panik. Dummheit – blöd! Sie werden mir nichts tun, weil ich sie liebe.

Wissen ohne Beweis. Ist es nicht Beweis genug, dass es funktioniert? Ist es nicht für alles im Leben Beweis genug, wenn etwas funktioniert?

Wiesen – nicht Grasäcker. Naturbelassene Wiesen. Habe mich informiert. Magerwiesen heißt das. Mager??? Nicht mager – übervoll. Fülle – herrliche, gesunde, vielfältige Fülle. Nicht nur Gras – eine Fülle von verschiedenen Pflanzen – zwischen dem Gras – auch eine Fülle von verschiedenen Gräsern – Unkraut?

Berge von Spitzwegerich. Kenne ich noch – von meiner Oma. Sie hat ihn immer in der Drogerie gekauft. Zum Tee machen – gegen Husten. Kostet noch weniger als die Chemie von Ratiopharm.

Der hier auf der Wiese kostet nichts – keinen Cent und erst recht keinen Euro. Ich hab schon früher gesehen, dass der hier überall wächst. Habe eine Tüte dabei. Kostet mich bücken und pflücken. Ein wenig Arbeit. Spart auch das Fitnessstudio. Frische Luft pumpt sich in meine Lungen und in jede Zelle. Erneuerung.

Ich pflücke von jeder Pflanze nur so viele Blätter, dass die Pflanze überlebt. Weiterleben. Apotheke Natur sorgt für Nachschub. Für andere – und für mich.

Brennnesseln. Brennnesseltee kaufen? Warum? Eine Tüte, eine Schere und einen Handschuh. Wegen dem Brennen J. Tüte nach wenigen Minuten voll. Lunge und meine Zellen mit Sauerstoff voll. Der Tee reinigt. Entwässert. Reste von Chemie aus meinem Körper gespült. Sauberkeit – innen. Wichtiger als Meister-Propper-gespülte Fußböden.

Auf den ersten Blick scheint Technik/Chemie stärker zu sein. Der Gong ertönt. Und man erkennt. Eine Illusion. Stärke nur oberflächlich. Selbstdarstellung – Stärke vorgespielt. Muskeln spielen lassen – ein Spiel?

So viele Plätze gibt es, einst fest in Menschenhand, im Technikgefängnis eingekerkert. Heute zurückerobert von der Natur, von Mutter Erde.

Im Kleinen kannst Du es auf Betonflächen, an Straßenrändern sehen. Zubetoniert die Mutter Erde mit dem Leichentuch der Technik-Chemie-Armee. Kleine Risse im Beton – hauchzarte, grüne kleine Kämpfer schieben sich durch das Leichentuch. Bekommen Hilfe von kräftigen Wurzeln von altgedienten Baumsoldaten, die Wege der Technikmonster werden gesprengt.

Die kleinen Kämpfer werden ausgerissen, mit Chemie-Gift bespritzt. Kommen wieder – immer wieder. Kreislauf des Lebens. Leben ist immer stärker.

Die Symphonie des Lebens spielt eine leise harmonische Weise, feiert sich selbst, leise, liebend, lebend. Kannst Du sie hören – die Symphonie?