Rockefeller-Zitat

Früher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt alle.

Außerdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben nebenbei die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind durch Medien und Schule unter unserer Kontrolle.

Indem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir Egoisten geschaffen, die nur noch hart arbeiten und konsumieren.

Dadurch sind Sie unsere Sklaven und finden das alles auch noch gut.“

Nicholas Rockefeller

Begegnungen – eine kleine Geschichte aus dem „Alltag“

Schon vor einiger Zeit habe ich begriffen, dass es nicht auf die (scheinbar) großen Dinge ankommt, sondern dass es vor allem die sogenannten kleinen, auf den ersten Blick alltäglichen Begebenheiten sind, aus denen sich das große Bild zusammensetzt. So gehe ich stets mit Achtsamkeit durch den Tag und mir fallen seitdem viele Dinge auf, denen ich früher eben keine Beachtung geschenkt habe. Mir ist bewusst wie viel mir dadurch jeden Tag geschenkt wird und ich bin oft mit unendlicher Dankbarkeit erfüllt. Die Einfachheit ist es, die ich am Leben so liebe. Und dass wir alle miteinander verbunden sind. So versuche ich jedem Menschen achtsam zu begegnen und freue mich wenn ein Austausch statt findet, der den Seelen gut tut. Gestern hatte ich zwei ganz besondere Begegnungen, die mich wieder einmal in pure Begeisterung versetzten.

Am Vormittag machte ich einen großen Spaziergang mit meinem Hund. Dabei gingen wir die Runde, die wir immer dann gehen, wenn ich mir viel Zeit nehmen kann. Auf diesem Weg kommen wir an einigen Gärten vorbei und ich frage mich schon lange wem sie gehören und wie man an Informationen ran kommt. Denn ich spiele mit dem Gedanken mir einen solchen Garten zu mieten. Ich ging also an diesen Gärten entlang, als ich in einem der Gärten eine Frau entdeckte. Ich kenne sie von der Arbeit und blieb am Zaun stehen, bis sie mich sah. Sie freute sich mich zu sehen und wir tauschten ein paar nette Worte aus. Sie spricht nicht gut deutsch, aber irgendwie sprechen wir die selbe Sprache, denn unsere Herzen verstehen sich. Ich mag ihren italienischen Akzent und ihre Art sehr gerne. Dann sprach ich sie auf die Gärten an und sagte ihr, dass ich gerne einen pachten würde. Sie sagte, dass noch Gärten frei wären und sie sich vielleicht erkundigen könne, versprach aber nichts, weil sie nicht weiß, wann sie die Vermieterin das nächste Mal sieht. Sie meinte auch, dass sie sich sehr freuen würde, wenn ich einen Garten neben ihrem mieten würde. :-) Wir tauschten uns noch etwas aus und ich erzählte ihr, dass es mir momentan nicht so gut ginge, da ich bis vor kurzem sehr überlastet war und mich gerade davon erhole. Sie bohrte etwas nach und wollte Näheres wissen. Als sie heraus fand, dass ich Single bin sagte sie, ich sei noch jung, ich soll mir einen Mann suchen. :-) Und sie sagte „Schatz“ zu mir, was ich irgendwie total niedlich fand und mein Herz erwärmte. Ich fand diese Unterhaltung einfach nur schön und es war gut sie dort zu treffen. Eine fremde Person hätte ich vermutlich nicht einfach so ausgefragt und wüsste immer noch nichts über die Gärten. Und dieser liebe Ratschlag von ihr. Einfach stimmig… :-)

Nachmittags folgte dann die zweite Begegnung, die mich nur noch staunen ließ. Ich wollte eigentlich nur kurz etwas einkaufen gehen. Als mein Hund spürte, dass ich gleich los gehen würde stellte er sich vor mich und gab mir zu verstehen, dass er raus möchte. Ich wunderte mich, da es eigentlich noch gar nicht seine Zeit war. Normalerweise wäre ich später, nach dem einkaufen, mit ihm seine Runde gegangen. Doch da er ungewöhnlich hartnäckig war, nahm ich ihn gleich mit und ging erst einmal die Gassirunde. Dann machten wir uns auf den Weg zum Supermarkt. Irgendwie war ich gerade nicht so gut gelaunt und hatte ein paar düstere Gedanken. Da sprach mich urplötzlich ein Mann an, der mir entgegen kam. Er war wohl so um die 60 und ich hatte ihn noch nie gesehen. Er fragte, ob ich die Tochter vom Herrn …. wäre. Und ich meinte, nein und dass ich den Herrn … nicht mal kenne. Der Mann erzählte, dass der Herr … auch solch einen Hund hätte, zeigte auf meinen Hund und meinte dass er deswegen dachte, ich wäre Herr …. Tochter :-) Er nannte mir die komplette Adresse das Herrn … :-) Dann erzählte er mir, dass der Herr … schon 70 wäre, aber fit wie ein Turnschuh. Währenddessen streichelte er meinen Hund am Kopf, der zwar erst kurz auswich, es aber dann zuließ, was auch sehr ungewöhnlich ist. Macht er bei Fremden normalerweise nicht. Dann erzählte der Mann, der Herr … wäre sein Tenniskollege und wenn die beiden gegeneinander spielten würde der Mann jedes Match verlieren, denn der Herr … würde Asse schlagen, die der Mann nie aufhalten könne. Der Mann machte nach, wie sein Tenniskollege den Ball schlug. War sehr lustig! :-) Er wiederholte nochmal wie fit dieser Herr … noch wäre und dass er immer hofft es in dem Alter auch noch zu sein. Dann ging er weiter und ich sagte noch schnell, dass ich das jetzt schon hoffe in diesem Alter noch fit zu sein. Und der Mann, der sich schon ein Stück entfernt hatte rief: „Das wünsche ich Ihnen!“ Ich antwortete: „Danke, Ich Ihnen auch!“
Wow – ich war geplättet und Zusammenhänge sind hier wohl nicht zu übersehen. Ich bin mir fast sicher, mein Hund hatte es im Gespür. Hätte ich ihn nicht mitgenommen, dann hätte mich dieser Mann wohl nicht angesprochen. Und ob er wohl wusste in welcher Stimmung ich war? Danach war ich nämlich auch wieder ganz anders drauf. Ich denke, es ist alles ein ständiger Lernprozess und uns begegnen die richtigen Menschen zu richtigen Zeit, am richtige Ort. Und von jedem kann man etwas lernen.

Irgendwie erinnert mich das Alles auch an den Film „Eat, Pray, Love“, den ich mir vor 2 Tagen angeschaut habe. Hm, dann mache ich meine Weltreise vielleicht bald in meinem Garten. :-) Aber ich glaube das ist auch nur Geschwätz, denn es geht doch eigentlich um die innere Reise, oder nicht?

Alles Liebe

Katja